Aquarien / Seite 2
Man nimmt eine
"Styroporplatte" wie man sie im Baumarkt für ein paar
Euro bekommt. Die Maße sind meistens 100cm x 50cm und die Stärken
1,2,3,4,5cm. Hat man ein tiefes Becken z.B.. 50cm wählt man eine
Platte 100cm x 50cm und eine Stärke von 3-4cm. Ist das Becken länger
als 100cm muss die Platte geteilt werden. Am besten ist, wenn dann
die Teilung in der Mitte des Beckens ist. Nun wird die noch rohe
Platte bearbeitet. Zurecht schneiden und einpassen ins Becken so das
sie gut fest sitzt und wieder rausnehmen. Man nimmt einen "Lötkolben"
und schmilzt Rundungen oder kleinere Würste raus. Der Phantasie
sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Nun bekommt die Platte noch eine
schöne Farbe.

Auch hier entscheidet der
eigene Geschmack. Und zwar nimmt man ganz normale
"Dispersionsfarbe" die man meistens als Abtönfarben
kennt. Streicht dann einmal, läßt sie trocknen und noch mal
streichen und gut austrocknen lassen. Jetzt wird die Platte in der
Wanne ein Tag gewässert und noch mal gut abgespült. Die Platte ist
jetzt fertig für den Einbau. Zum Fixieren kann auch zusätzlich
noch "Silikon" verwendet werden. Dies ist eine Kostengünstige
und schöne Variante, eine Rückwand ins Aquarium zu bringen. So
hergestellte Styropor-Rückwände halten jahrelang und sind in
Aquarien mit empfindlichen Süß- und Seewasserfischen erprobt
worden. Hinweis: Für jegliche Schäden die auf Grund meines Tipps
zur Herstellung einer Rückwand aus Styroporplatten entstehen, übernehme
ich keine Haftung.

Richten wir mal ein
Becken ein. Ein Behältnis mit 100ltr. Wir stellen das Becken an einem
nicht sonnigen Platz auf. Achten drauf das es genau in der Waage steht,
denn wenn erst mal Wasser drin ist, geht ein Ausrichten nicht mehr. Denn
ein 100ltr Aquarium bringt mit Wasser, Kies und Deko gut und gern 150kg
auf die Waage. Was wird noch benötigt? Filter, Heizer, Kies, Dekoration,
Abdeckung mit 2 Leuchtstoffröhren, Pflanzen, Thermometer, PH-Wert-Test,
Gesamthärte-Test, Karbonat-Test, Nitrit-Test und Nitrat-Test, diese fünf
Tests sind für den Anfang sehr wichtig. Wir waschen den Kies und bringen
ihn ein. Er sollte vorne 5cm hoch sein und nach hinten leicht ansteigend
auf ca. 10cm gebracht werden. Jetzt bringen wir unsere Dekoration ein,
wie es halt jedem gefällt. Aber aufpassen, denn weniger ist manchmal mehr.
Wir achten darauf, wenn es sich um größere Steine handelt das diese
nicht weg rutschen können und die Scheiben zerschlagen können. Nun füllen
wir 2/3 des Beckens mit Leitungswasser unter Zugabe eines guten
Wasseraufbereiters. Zu empfehlen sei hier von Sera "Aquatan".

Jetzt setzen wir die
Pflanzen vorsichtig in den Bodengrund ein. Sie wollten gerade fragen, ob
nicht vor der Kieseinbringung erst mal eine Schicht Bodengrunddünger für
Pflanzen eingebracht werden muss. Gut aufgepasst! Das kann man tun, aber
muss nicht sein. Ich bevorzuge lieber Reine Lehmkugeln. Aber selbstverständlich
dürfen Sie auch anders vorgehen. Also wie gesagt, die Pflanzen vorsichtig
einsetzen und bei jeder Pflanze eine Lehmkugel eindrücken. Bei kleineren
Pflanzen reicht auch eine halbe Kugel. Wenn diese Arbeit erledigt ist, füllen
sie das Becken ganz mit Wasser auf. Lassen sie sich im Zoo-Geschäft nur
schnellwüchsige Pflanzen verkaufen, wie z.B.. Vallisnerien, Froschlöffelgewächse,
Kleines Fettblatt, Cabomba. Später lassen sich immer noch andere Pflanzen
einbringen, wenn unser Biotop erst mal eingefahren ist. Bringen Sie den
Heizer ein und achten Sie darauf das sich die Temperatur um die 25°
einpendelt. Installieren Sie den Filter, z.B.: Innenfilter, er sollte die
100ltr 3-4 mal in der Stunde umwälzen. Denn eins muss ganz klar gesagt
werden: zuviel Filtern gibt es nicht. Lieber den Filter eine Nummer größer
nehmen.
© Stephan Schwarz
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