Fische
Ich selber
habe mich in meiner Aquaristik Laufbahn immer mehr den Buntbarschen zugewandt. Es
sind wunderschöne und vom sozialen Verhalten sehr Interessante Tiere.
Gepflegt habe ich schon viele Zierfische wie z.B.. den Guppy, Schwertträger,
Schwarze Neon, Rote Neon, Glühlichtsalmler, Scalare, Diskus,
Amerikanische Buntbarsche. Aber seit 1994 Pflege ich überwiegend nur noch
Malawibuntbarsche. Allerdings habe ich noch ein Becken mit 130ltr
aufgestellt, was ich noch im Keller hatte. Es ist mittlerweile ein schönes
Pflanzbecken geworden. Und da schwimmen 10 Schmucksalmler, 1Antennenwels
und ein L-Wels. Sie wundern sich das ich bei den Fischnamen keine
Wissenschaftlichen Namen verwende. Ganz einfach, weil die meisten damit
sowieso nichts anfangen können. Sind wir doch mal ehrlich. Nur die
wenigsten wissen was ein "Paracheirodon axelrodi" oder ein
"Poecilia latipinna" oder gar ein "Xiphophorus maculatus"
ist. Hätten Sie es gewusst? Niemand geht in ein Zoogeschäft und sagt zum
Verkäufer: Ich hätte gern 2 "Crossocheilus siamensis" und ein
Schwarm "Brachydanio rerio". Mit solchen Namen kennen sich nur
die wenigsten aus. Und selbst so manche Zoofachverkäufer können da schon
mal Probleme haben. Ist mir schon passiert.

Wir gehen in ein
Zoogeschäft und verlangen 5Rote Neon, fertig. Ist doch am einfachsten.
Und so einfach will ich es Ihnen auch rüber bringen. Fängt man mit der
Aquaristik neu an, stellt sich einem immer die Frage welche Fische möchte
man Pflegen. Und da die richtige Wahl zu treffen fällt nicht leicht. Möchte
man auch Pflanzen haben, kommen zum Beispiel Buntbarsche bis auf ein paar
ausnahmen nicht in Frage. Soll es ein Gesellschaftsbecken werden, dann
sind die Möglichkeiten da schon besser. Aber auch für den Anfänger können
Buntbarsche recht Interessant sein. Denn in einem Buntbarschbecken werden
im allgemeinen keine Pflanzen eingebracht. Außer vielleicht eine paar
"Schmarotzerpflanzen" wie die "Anubia", die man auf
der Dekoration wie z.B.. Steinen so befestigt, das sie festwachsen kann.
Bei Buntbarschen muss man wissen, das es Räuber sind. Die ständig auf
der Suche nach fressbarem sind. Die Arbeit die man mit einem
Buntbarschbecken hat, hält sich einigermaßen in grenzen. Die wichtigste
Arbeit ist die des Wasserwechselns. Denn hier gilt es Wöchentlich Wasser
auszutauschen. Denn diese Fische lieben klares sauberes Sauerstoffreiches
Wasser. Ich halte es so: Einmal in der Woche, wechsle ich ca. 40ltr. Bei
dieser Gelegenheit wird auch gleich der Bodengrund von Kotresten befreit.
Die Frontscheibe wird auch noch gereinigt und zwar mit einem
Algenmagneten.

Da ich mein
Malawi-Becken mit zwei Innenfiltern betreibe, reinige ich dann auch immer
gleich einen Filter mit. Die eine Woche den Linken und die nächste Woche dann den Rechten und immer so weiter. Diese Arbeit kostet mich 1/2 Stunde
Zeit. Und meine Wasserwerte geben mir recht. Bei Becken mit üppigem
Pflanzbestand sieht es da schon anders aus. Mehr zum Thema Filter & Co
unter der Rubrik "Technik." Bleiben wir aber bei den Fischen.
Bei Buntbarschen muss man auch wissen, das sie sehr alt werden können. 10
Jahre sind da keine Seltenheit. Nimmt man dagegen einen "Schwertträger"
oder "Black Molly" ist die Lebenserwartung nicht sehr hoch, 2-3
Jahre. Auch ein "Diskus" oder "Scalare" sind Pfleglinge
die man halten kann. Nur stellen sie größere Anforderungen an die
Wasserqualität. Aber auch das ist zu meistern. Aber wer am Anfang der
Aquaristik steht, sollte sich mit weniger empfindlicheren Pfleglingen begnügen.
Der Verlust an Fischen, gerade am Anfang, lässt dann viele das Handtuch
werfen.

Manchmal wundert man
sich beim beobachten der Fische, das sie sich scheuern am Bodengrund. Das
ist, sofern es nicht so oft passiert normal. Dieses Verhalten tritt häufig
bei Buntbarschen auf. Es handelt sich hierbei um "Parasiten" die
die Fische nerven und durch das scheuern versuchen sie diese wieder los zu
werden. Wenn es zu stark wird muss man was tun. Am besten bewährt hat sich
da von Sera "Ectopur". Diese Mittel ist auch bestens geeignet
wenn man neue Fische gekauft hat. Beugt auch Stress vor. Wenn man nicht
sicher ist, wo man seine Fische kaufen soll, weil man keine Kranken Tiere
erwerben will sollte man auf folgendes achten. Schauen sie sich die Becken
genau an, ob sie sauber sind. Wenn sie sich dann für Fische entschieden
haben, führen sie eine Hand vorsichtig ans Becken und fahren mit der Hand
von unten nach oben. Jetzt sollten die Fische neugierig zur Wasseroberfläche
kommen (sie denken es gibt Futter). Ist das nicht der Fall und sie
Schwimmen oder stehen Teilnahmslos im Becken, dann sollten sie diese Tiere
nicht erwerben. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Ein einfacher
aber guter Trick. Auch wenn Ihnen der Verkäufer etwas anderes erzählen
will.
© Stephan Schwarz
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