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Haltung / Seite 1

Bodengrund / Heizung / Beleuchtung

Über den Bodengrund möchte ich keine Empfehlungen geben. Auch hier gehen die Meinungen stark auseinander. Wir haben zu Anfang mit dieser Erde angefangen die Speziell für solche Terrariums bzw. Schlangen gemacht wurde. Aber der Nachteil war, das man den Kot nicht richtig Lokalisieren kann. Was schnell zu umständlichem hantieren im Becken ausartet. Dann haben wir es mit diesem Reptibark probiert, was aber noch schlechter ist den Kot auszumachen. Schließlich haben wir uns für die Variante "Teppichrasen" entschieden. Zum einen sieht's sehr gut aus und hat einen entscheidenden Vorteil: Reinigungsarbeiten gehen leicht und schnell von der Hand. Auf die Bodenglasscheibe kommt eine Schicht Zeitungspapier und darauf dann der Teppichrasen. Das Becken hat im Moment noch die Maße 80x50 und so habe ich zwei Teppichhälften geschnitten. Somit kann ich jedes Teil individuell je nach Verunreinigung herausnehmen und säubern. Ersatzeinlagen habe ich immer von jeder Hälfte je drei Stück. 

Die Reinigung wird immer mit Essigessenz durchgeführt. Ab in die Wanne, etwas mit der Essigessenz beträufelt und mit einer Handbürste und Wasser gereinigt. Die Bürste wurde extra dafür gekauft und wird ausschließlich nur für die Reinigung des Teppichs benutzt. Anschließend gründlich mit Wasser gespült und zum Schluss wird die Matte noch mit dem Desinfektionsmittel "Mikrozid AF Liquid eingesprüht. Das ganze dann trocknen lassen. Bis zum nächsten Einsatz. Auch der Wassernapf der Täglich mit Frischwasser gefüllt wird, erfährt diese Reinigung. Wasser ausleeren, ein paar Spritzer Essigessenz und mit einer kleinen handlichen Spülbürste ausbürsten. 

Bitte nicht die Teppichreinigungsbürste für den Trinknapf benutzen. (Bitte neu kaufen und nur für diesen Zweck benutzen). Die Bürste für den Wassernapf lasse ich immer in einem leeren vorher gut gereinigten Marmeladenglas. Soweit gefüllt das die Borsten ständig unter Wasser sind. Außerdem ist in diesem Wasserglas immer ein Gemisch aus Wasser und Mikrozid AF Liquid. Somit ist gewährleistet das die Bürste immer Clean ist. Die Tägliche Reinigung des Trinkwassernapfes  ist sehr wichtig. Wir bieten unserer Schlange auch eine so genannte Schlupfbox (Wetbox) an die mit Sphagnummoos gefüllt ist. Diese nimmt sie sehr gern an. Besonders Tagsüber geht sie gerne da rein. Mittlerweile ist es schon die zweite, die erste wurde langsam zu klein. Auch ihr Lieblingsplatz auf dem Podest unter dem Terratopf wurde mittlerweile zu klein. Eine Nummer größer bitte...... Jaja sie wird langsam größer....

Gerade wenn die Schlange in der Häutung ist, kommt das dem Tier zugute. Sie kann quasi wählen welche Luftfeuchte sie haben möchte. Im Glasterrarium Tagsüber herrschte eine Luftfeuchte von um die 55%  und Nachts sind es dann so um die 60% und die Wetbox bietet c.a. 70% - 80% Die Box ist schnell einsatzbereit. Deckel abnehmen und ins linke Eck ein Loch bohren oder ausschneiden das gerade so groß ist, das die Schlange durchpasst. Ins andere Eck, also Diagonal gesehen ein paar kleine Löcher bohren, wegen der Luftzirkulation in der Box, Fertig! Nur noch Sphagnummoos rein und fertig ist die Schlupfbox. Die Box muss also immer "mitwachsen" Das Moos sollte aber nicht triefend nass sein, die Schlange soll sich ja schließlich nicht erkälten. Nur ganz leicht angefeuchtet. Bei der letzten Häutungsphase lag sie eine Woche in der Box, Tag und Nacht. Normalerweise gucke ich jeden Abend vor der Trinkwasserreinigung auch in die Schlupfbox ob noch genügend Feuchtigkeit drin ist und Mänge alles noch mal gut durch. Wenn sie aber drin liegt und sich Häuten will, wollte ich sie nicht stören. Ich machte mir schon Sorgen. 

Aber als ich am 9 Tag früh rein sah, war die alte Haut unter der Korkrinde zu finden. In einem Stück, so wie es sein sollte. Sehr wichtig das die Augen auch frei sind. Also ist die Sache mit der Schlupfbox in einem Glasterrarium eine gute Sache. Wie mach ich das bloß, wenn sie mal ausgewachsen ist, welche Schlupfbox nehme ich denn da? Gibt's so große Tupperschüsseln....... Was die Gegenstände anbelangt in einem Königspythonterrarium anbelangt, so muss man sehr vorsichtig sein. Das soll heißen: Neue Gegenstande können unter Umständen nur sehr schwer angenommen werden. Wie gesagt, die Betonung liegt auf "können" den der Königspython ist ein Gewohnheitstier. Er mag es auch nicht ständig die Dekoration umgestellt zu bekommen. Neue Gegenstände werden unter Umständen gar nicht angenommen. Ist mir Passiert, als ich auf dem rechten Podest einen etwas größeren Unterschlupf anbieten wollte. Die Schlange ging da einfach nicht rein! Irgendetwas störte  daran. Sie bekam wieder ihren alten Unterschlupf und alles war wieder im Lot. Tja, man soll es nicht für möglich halten, wie stur die doch sein können. Hat sich der Python erstmal an ein Terrarium gewöhnt, mag er keine Veränderungen mehr. Deshalb ist ein Umsetzen in ein anderes Terrarium auch eine sehr knifflige Angelegenheit, die viel Stress bei dem Tier auslöst!

© Stephan Schwarz
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