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Wasserpflanzen

Über Wasserpflanzen lässt sich sicher vieles sagen. Aber eins ist sicher, Pflanzen wachsen nur mit dem gewissen Now-How. Wer nur ein kleines Becken mit 100Ltr. hat, der braucht nicht unbedingt eine CO²-Anlage für ein paar Hunderteuro. Hier kann man sich auch anders helfen. Man kann sich auch eine CO2-Anlage selber bauen. Allerdings ist das mit mehr Arbeit verbunden, erfordert ein wenig Geschick und ständige Überwachung und Kontrolle. Mit hellbraunem Weißtorf z.B.. lässt sich der zu hohe PH-Wert auch auf  Dauer senken. Er entfernt Härtebildner aus dem Wasser, gleichzeitig werden Huminsäuren abgegeben, die den PH-Wert senken. Allerdings hat es zum Nachteil das das Wasser leicht bräunlich wirkt. Aber wen das nicht stört, der sollte diese Methode wählen. Auch ein regelmäßiger Wasserwechsel mit Weichem Wasser z.b. Osmosewasser gemischt mit Leitungswasser führt zu einer Senkung des PH-Wertes.


Hat man aber 300Ltr oder sogar noch größer und man möchte ein tolles Pflanzaquarium haben, dann kommt man um eine gute CO²-Anlage nicht herum. Finger weg von Eichenextrakt! oder PH-Senkenden Mittelchen. Das Zeug ist sehr Aggressiv und ich würde es nicht nehmen um den PH-Wert zu senken. Hier kann es ruckzuck zum PH-Sturz kommen, wenn nicht richtig dosiert wird. Und so ein PH-Sturz ist absolut Tödlich für die Fische. Es wird immer verharmlost, das diese so genannten PH-Wert Senkungsmittel nichts schlimmes anrichten können. Aber ich habe da so meine Erfahrungen gemacht. Eine gute CO²-Anlage gibt`s ab 150,-Euro. Aber die Anschaffung lohnt sich dann auch. CO2 wird nur während der Beleuchtungszeit ins Aquarium eingeleitet. Wenn das Licht aus ist, nehmen die Pflanzen kein CO2 auf. CO2 muss auch in einer Bestimmten Menge ins Aquarium eingeleitet werden. Also nicht einfach die CO2 Flasche mit Manometer anschließen, Zugabegerät ins Aquarium hängen und dann aufdrehen.


CO2 muss immer in einer bestimmten Dosierung erfolgen, während der Lichtphase natürlich. Und zwar ist da die Blasenanzahl in der Minute sehr wichtig, die in das CO2 Zugabegerät eingeleitet wird. Hier kommt es auf den momentanen Karbonat-Wert an. Die richtige Blasenanzahl wird so gerechnet: Aquariumsinhalt x Karbonathärte geteilt durch 50. Ein Beispiel: Sie haben ein Aquarium mit 200 Liter und einen Karbonat-Wert von 12. 200x12:50= ergibt eine Blasenanzahl von 48 Blasen in der Minute. Aber alleine das CO2 wird bei hohen Karbonatwerten nicht bewirken, das der PH-Wert sinkt. Hier muss erst mal der Karbonatwert gesenkt werden. z.b. mit Osmosewasser. Auch kann es sehr sinnvoll sein, ein Magnetventil mit einzubauen und über eine Zeitschaltuhr laufen zu lassen. Es gibt auch Steuergeräte, die das ganze dann vollautomatisch regeln und gleichzeitig den PH-Wert ständig messen. Das ist dann eine zuverlässige und nicht zu vergessen teure Anschaffung. Richtet man ein Becken neu ein, sollte man drauf achten erst mal schnellwüchsige Pflanzen zu nehmen. Und nach 4-6 Wochen kann man dann auch empfindlichere Pflanzen einsetzen. 


Wer es versäumt hat einen Bodengrunddünger einzubringen, der kann nachträglich beim einsetzen der Pflanzen, Lehmkugeln in die Nähe der Wurzeln stecken. Diese wirken wie ein Depot und die Pflanzen sind auf lange Zeit gut versorgt. Aber hierbei nicht vergessen, auch einen guten Flüssigeisendünger regelmäßig zu verwenden. Ist für ein schönes sattes grün ein muss. Gelbe Blätter sind immer ein Zeichen von Eisenmangel. Auch hier gilt es ab und zu die werte zu ermitteln (Tröpfchen-Tests). Auch hier ist Vorsicht geboten, beim Düngen mit Eisen. Zuviel Düngen kann genau das Gegenteil bewirken. Es sollte ein Eisenwert (FE) von 0,5-1,0mg/l angestrebt werden. 

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