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Aquarientechnik
 

 

 

 

Aquarientechnik

Die Technik in der Aquaristik spielt eine wichtige Rolle. Was versteht man unter Technik in der Unterwasserwelt. Nun zunächst mal die Filterung, die Heizung und die Beleuchtung. Drei Grundfaktoren für eine erfolgreiche Pflege in der Süsswasseraquaristik. Bleiben wir erst mal bei der Filterung. Wie kann man Filtern. Biologisch und Mechanisch. Am besten beides. Die Mechanische Filterung sorgt in erster Linie dafür das Wasser schnell zu klären und groben Schmutz zu entfernen. Es sind meistens Innenfilter die wie der Name schon sagt, innen im Aquarium angebracht werden. Diese Filter werden auch öfters gereinigt. Lässt man dagegen die Reinigungsintervalle länger, arbeiten auch diese Filter nach einer gewissen Zeit Biologisch. Was zur Folge hat, das die Durchlaufgeschwindigkeit des Wassers abnimmt. Der rein Biologische Filter, meist Außenfilter haben dagegen eine längere Standzeit. Giftige Stickstoffverbindungen müssen durch Wasserwechsel oder geeigneter Filtermaterialien herausgebracht werden. Dieser Abbau geschieht durch Bakterien.


Ein schwach laufender Außenfilter mit Kies von 3-5 mm Korngröße ist von der Oberfläche her der Wirksamste biologische Filter. Nur sollte er nicht von oben her ansaugen, sondern von unten her drücken. Die Reinigungsintervalle liegen hier bei ca. alle 6-9Monaten. Wobei dann bei der Reinigung die Filtermedien unter lauwarmen Wasser ausgedrückt werden und auch der Pumpenkopf gereinigt wird. Filterreinigung und Wasserwechsel sollte nie zur gleichen Zeit erfolgen. Mindestens 1 Woche dazwischen. Eine Optimale Filterung stelle ich mir so vor. Ein Außenfilter der das Becken 2-3x in der Stunde umwälzt und zusätzlich ein Innenfilter der das Becken 3-4x umwälzt. So sind wir auf der sicheren Seite und auch abgesichert wenn mal ein Filter ausfällt. Der Innenfilter kann dann auch öfters gereinigt werden (alle 2 Wochen) denn wir haben ja einen Biologischen Außenfilter, der die wichtigen Bakterien enthält. Selbstverständlich können auch zwei Innenfilter betrieben werden, wie ich das in meinem Malawibecken betreibe. Die Möglichkeiten sind, was die Filterung anbelangt sehr vielfältig. Denn eins ist sicher: zuviel Filtern gibt`s nicht.


Heizung im Aquarium. Ein Thema über das man eigentlich nicht viel sagen braucht. Man hat einen Regelheizer in der Wattstärke zum Aquarium. Die Heizleistung sollte bei 0,5 Watt pro Liter Wasser liegen. Also bei 300ltr reichen 150 Watt. Wichtig ist nur, das wenn Wasserwechsel stattfindet der Heizer aus der Steckdose gezogen wird. Er könnte sonst Platzen. Für mich gibt`s bei Heizern nur eine Alternative und zwar den von der Firma "Jäger". Er ist zwar etwas teurer, aber er ist auch der zuverlässigste. Es gibt auch noch eine andere Form der Heizung. Diese ist speziell für Pflanzenbecken gedacht, damit die Pflanzen keine kalten Füße bekommen. Die Rede ist von Bodengrundheizer. So genannte Kabelheizer, die Spiralförmig auf den Aquariumsboden verlegt werden. In der Terraristik eine altbekannte Methode. Es sind so genannte Niedervolt-Kabelheizer. Diese Methode ist aber nur als "Zusatz" für wirklich Dekorativ bepflanzte Aquarien zu wählen. Auf jeden Fall muss noch ein Regelheizer im Becken sein. Und nicht vergessen, einen Thermometer brauchen wir auch, damit wir wissen wie warm oder kalt unser Wasser ist.


Licht im Aquarium ist ein wesentlicher Bestandteil damit unser Biotop funktioniert. Wie viel Licht ist richtig? Die Tägliche Beleuchtungsdauer sollte 9-10 Stunden betragen. Für die Fische ist die Beleuchtungsdauer nicht so sehr von Bedeutung. Hier würden 8 Stunden reichen. Aber, die Pflanzen brauchen Licht. Ein Wert von 9-10 Stunden hat sich gut bewährt. Man kann auch die Beleuchtung Morgens vier Stunden anmachen, dann vier Stunden aus, und dann wieder 5 Stunden an zu schalten. Das bringt den Vorteil das man Algenprobleme vorbeugen kann. Pflanzen sind in der Regel mit der Photosynthese nach ca. 8-9 Stunden fertig. Was auch zur Algenvermeidung beitragen kann, ist die Tatsache, das man einmal in der Woche, an einem Tag die Beleuchtung ganz auslassen sollte. Pflanzen können sich so bestens Regenerieren. Und diese Unterbrechung bekommt den Algen gar nicht. 


Die Holländischen Pflanzaquarien werden sogar bis zu 14 Stunden mit Licht betrieben. Beleuchtungsstärke nach der Formel (Paffrath) 1 Watt auf 2 Liter Beckenvolumen, mit maximaler Beckenhöhe von 50cm. Ab 50cm Höhe sind Leuchtstoffröhren nur noch bedingt einzusetzen. Quecksilberdampflampen sind dann besser geeignet. Leuchtstoffröhren sollten auch regelmäßig ausgetauscht werden. Denn nach c.a. 6 Monaten lässt ihre Leuchtkraft nach. Mit dem Auge ist dies allerdings nicht zu erkennen. Aber Ihre Pflanzen werden Ihnen das mit schlechtem Wuchs zeigen. Aber bitte nicht alle Lampen auf einmal Tauschen! Denn das wirkt wie ein Schock auf Pflanzen. Erst eine und dann im Abstand von 3-4 Wochen die anderen. HQI Lampen sollten alle 12 Monate ausgetauscht werden und HQL Lampen alle 9 Monate. Die Lichtmenge wird in Lux gemessen. 1Lux ist die Lichtmenge, die eine Lichtquelle von 1 Watt auf einer 1 Meter entfernten 1 qm großen weisen Fläche erzeugt.

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