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Terrariumbau / Seite 2

Teil 2: Das Terrarium

Weiter geht's mit dem Bau des Terrariums. Doch bevor wir loslegen, noch ein Hinweis in eigener Sache. Sie sollten bedenken, das jede Art der Elektroinstallationen am Terrarium nur von Autorisiertem Fachpersonal durchzuführen sind. Auch sei hier an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass alle auf diesen Seiten (regius-python) genannten Hinweise für die Fertigstellung eines Holzterrariums oder Tipps allgemein ohne Gewähr sind. Alle eventuellen Maßnahmen führen Sie auf ihre eigene Gefahr und ihr eigenes Risiko durch. Der Autor dieser Seiten haftet nicht für irgendwelche direkten oder indirekten Folgen.


Wir beginnen mit der Bodenplatte, die wir wieder auf eine ebene Unterfläche stellen. In unserem Fall ist es der schon fertige Unterschrank. Dann die Rückwand und ein Seitenteil, die von der zweiten Person exakt ausgerichtet wird. Ein rechter Winkel ist auch hier unabdingbar. Wenn erst mal zwei schrauben drin sind, kann man schon das zweite Seitenteil anpassen und mit zwei schrauben fixieren. Jetzt haben wir schon fast eine Kiste. Fehlt noch die Verblendung und der Deckel. Die Vorgehensweise ist im Prinzip egal, Hauptsache wir bleiben immer im rechten Winkel. Der ganze Zusammenbau des Terrariums nimmt etwa eine Stunde Anspruch. Jetzt können sämtliche anderen Schrauben eingedreht werden. Ich habe sie im Abstand von 10cm gesetzt.


Im Prinzip war das der leichteste Part des Terrariumbau. Überlegungen standen an, das Terrarium vor dem Zusammenbaus zu versiegeln. Aber ich hatte bedenken, das sich das Holz verbiegt und das wär's dann gewesen. Also lieber erst im zusammengebauten Zustand streichen. Als nächstes werden die Löcher für die Lüftung vorne und die Löcher an der Rückwand für die Stromführenden Kabel gebohrt. Also eins für den Elstein und eins für die Beleuchtung. Und in meinem Fall noch ein drittes Loch an der Rückwand für den Fühler des Biotherm. Der Bohrer wird so gewählt, das das Silikonkabel gerade so eben durchpasst. Silikonkabel? Genau, ich verwende aus Gründen der Sicherheit Silikonstromkabel! Kostet im Baumarkt so um die 4,-Euro der Meter. Habe ich schon im Glasterri verwendet. Die Fassung des Elsteinstrahler wird verdammt heiß. Und normale Stromkabel können da schon mal einfach wegschmelzen. Silikonkabel nicht! Und Sicherheit geht immer vor! 


Für die vorderen Lüftungsgitter nehmen wir eine Lochsäge, den entsprechenden Kranz drauf und ausschneiden. Bei mir sind es dann zwei Lüftungsgitter oben und zwei unten an der Frontblende. Jeweils Diagonal laufend, also soll heißen: Wenn der Elstein ins linke drittel des Terras hinkommt, kommen die Lüftungsgitter unten auch ins linke drittel hin und die Gegenstücke in den oberen rechten bereich des Terrariums. So haben wir dann eine gute Luftzirkulation. Die Lüftungen haben einen Durchmesser von 45mm. Jeweils eins hätte vielleicht auch gereicht, ich weiß es noch nicht. Aber besser sind erst mal zwei. Eins kann ich dann immer noch zumachen nach bedarf also regulieren. Und im nachhinein noch ein zweites zu bohren, wenn das Tier drin wohnt, wird sicherlich ein schwieriges Unterfangen. Die Lüftungsgitter werden noch nicht fest eingebaut! Jetzt wird erst mal gestrichen. Mit unserem Versiegelungslack, der das Spielzeugsymbol drauf hat. Das ganze Terrarium  innen wird gut eingeseift. Am besten geht diese Arbeit mit einem Streichroller. Die Ecken werden vorher mit einem Pinsel gestrichen. Und danach 24 Stunden trocknen lassen. 


Am nächsten Tag wird das gestrichene angeschliffen. Ich verwendete 400er Schleifpapier. Man braucht nicht zu schleifen wie ein Weltmeister, nur halt leicht anschleifen, das die nächste schicht Lack gut haftet. Dann wird alles gut abgesaugt und der nächste Lackauftrag kann folgen. Auch hier wieder schön dick auftragen. Aufpassen das sich keine Tropfen oder Schlieren bilden. Es bildet sich nach zwei Stunden eine leicht glänzende Oberfläche, wenn man richtig geschliffen hat. Jetzt wieder 24 Stunden warten. Am nächsten Tag kann man dann entscheiden ob man die Prozedur noch mal wiederholt. Also schleifen und erneut streichen. In meinem Fall war es so, das sich eine schöne glatte, leicht glänzende Oberfläche gebildet hat. Und ich habe lediglich den Boden geschliffen und noch mal lasiert. Das sollte reichen, zumal es ja kein Feuchtterrarium gibt. Im Internet habe ich auch gelesen, das manche das OSB gar nicht streichen und einfach nur zusammenbauen und gut ist. Aber mit einer Versiegelung ist man, denke ich auf der sicheren Seite.


Wenn nach zwei Tagen alles schön getrocknet ist, kann der nächste Schritt folgen. Das ausfugen mit Silikon. Ich bin im Umgang mit Silikon nicht gerade der Spezialist und deswegen sind die Fugen etwas zu breit ausgefallen. Lag einfach da dran, das ich von der Plastikspitze zuviel abgeschnitten habe. Na ja, lässt sich halt hinterher nicht mehr korrigieren. Und somit muss man damit leben. Aber besser etwas zu dick als zu wenig.  Zum Glück habe ich Transparentes Silikon gewählt, somit fällt es fast nicht auf. Man stinkt das Zeug! Das zieht richtig rein in die Lunge..... Zwischendurch immer mal wieder Frischluft schnappen.... Es ist Silikon auf Essigbasis was auch im Aquarienbau verwendet wird. Während der ganzen Arbeit mit dem Silikon sollte immer ein Fenster geöffnet sein. Als nächstes habe ich gleich die Führungsprofile für das Glas geschnitten und eingeklebt. Aber aufpassen! das "höhere" Teil der Glasführung kommt oben hin und das niedrige unten! Zum kleben nehmen wir wieder Silikon. 


Ich habe es direkt auf die Holzblende aufgetragen und die Schienen dann zügig draufgelegt und anschließend sofort passgenau ausgerichtet. Man kann auch noch zusätzlich die Glasführung nach dem Kleben, mit Schraubzwingen fixieren. Ist aber nicht zwingend notwendig. Ich habe erst die Obere Schiene geklebt, also das Terrarium quasi auf den Kopf gestellt, einen Tag gewartet und das Becken dann wieder gedreht und schließlich die untere geklebt. So geht's auch "mit ohne" Schraubzwingen..... Am nächsten Tag sollte dann alles fest sein. Richtig ausgehärtet ist das Silikon erst nach 48 Stunden. Das Terrarium sollte nach den Silikonarbeiten mindestens 1 Woche auslüften! Wir können aber schon jetzt die Glasscheiben ausmessen und beim Glaser besorgen. Aufpassen beim messen! Lieber ein paar mal nachmessen. Nichts ist schlimmer wie Glasscheiben die hinterher nicht passen! Gemessen wird so: Der Meter wird in die "obere" Glasführung bis zum "Anschlag" eingeführt und an der "Unteren" Glasführung messen wir dann an der "Oberkante" das Ergebnis ab. Jetzt ziehen wir von diesem Maß noch einen Millimeter ab. Also unten nicht in die Glasführung rein, sondern Obere Kante!


Damit die Glasscheiben hinterher auch wirklich passen, habe ich einen kleinen Trick angewandt. Ich messe, gehe mit diesem Maß dann in den Baumarkt, hole mir nach diesem Maß eine 4mm Hartfaserplatte die 1,50 Euro kostet und probiere meine "Ersatzscheibe" aus Holz. Passt diese, dann gibt's grünes Licht für den Glaser. Die Scheiben sind bestellt und kommen in drei Tagen. In der Zwischenzeit installiere ich die Beleuchtung, den Schutzkorb samt Keramikfassung und Kabel. Auch der Fühler des Biotherm kann schon mal an seinen Platz. Da die Innengestaltung, also Deko u.s.w. eine Individuelle Sache ist und jeder einen anderen Geschmack hat, möchte ich an dieser Stelle auch keine allgemeine Empfehlung geben. Viel mehr zeige ich auf, wie ich das Terra innen gestaltet habe. Auch hier standen wieder viele Überlegungen an. Selbstgestaltete Rückwand, die doch mit sehr viel Arbeit verbunden sind, u.s.w. Aber letztendlich überwog dann doch der Aspekt der Einfachen Handhabung, sprich die Reinigung des Terrariums. 

   

© Stephan Schwarz
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